Franz Herrmann Glashausbau


Die Bau- und Konstruktionsschlosserei Herrmann & Neukomm wurde 1907 am heutigen Standort in der Davidgasse errichtet. Gegründet wurde die Firma 1856 durch Franz Herrmann, dessen Sohn den Betrieb weiterführte und eine Assoziation mit Julius Neukomm einging. Von Beginn nahm der Betrieb eine führende Rolle in Sachen Glashausbau ein.

Alle Arten von Gewächshäusern, Wintergarten-, Veranda und Mistbeetfenstern wurde hier erzeugt, ebenso die unterschiedlichsten Gärtnereiartikel. Daneben fanden sich auch Heizungsanlagen für Gewächshäuser, Schulen, Fabriken und Wohnhäuser in der Produktpalette. In der Hauptsache jedoch waren es Glashäuser für Großgärtnereien, die erzeugt wurden. Als Material für die Träger der Bauten und die Glasrahmen diente vor allem Holz, doch wurden bereits in der Zwischenkriegszeit vermehrt auch Stahlkonstruktionen hergestellt.

Zu den bekanntesten Anlagen, die das Unternehmen erzeugt hat, zählen die Gewächshäuser im Botanischen Garten am Rennweg, der Hochschule für Bodenkultur, sowie zahlreiche Anlagen für die Gemeinde Wien.

Im zweiten Weltkrieg gehörte die Firma Herrmann & Neukomm zu den "kriegswichtigen" Betrieben, zumal sie eine bedeutende Rolle für die Nahrungsversorgung Wiens inne hatte.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Produktion vor allem auf Stahlkonstruktionen im Zusammenhang mit Glas spezialisiert. Nach wie vor blieb das Unternehmen im Bereich von Glashausbauten an führender Stelle. Im Laufe der achtziger Jahre kam es in der Produktion zu einem bedeutenden Technologieschub. Vermehrt wurde als Grundmaterial für Träger und Rahmen Aluminium herangezogen, das bedeutend leichter und weniger korrosionsanfällig ist.

Heute gehört der Stahlbaubetrieb, in dem neun Mitarbeiter beschäftigt sind, zu den florierenden Unternehmen in Wien-Favoriten.
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